Mit 100 Wissensbojen wirbt das Netzwerk [Rostock denkt 365°] zur Zeit auf Plakaten in ganz Rostock. Die Bojen sind inzwischen zum Symbol der hochkarätigen Forschungslandschaft an der Warnow geworden.
Echte Bojen in himmelblau stehen vor der Uni, vor der HMT und seit 9. September 2008 auch vor dem Institut für Ostseefischerei. Die Bundesforschungsanstalt erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung der Fischbestände in der Ostsee. Es gilt international als gewichtiges Kompetenzzentrum und in Rostock als starker Teil der maritim geprägten Forschungslandschaft.
Und diese Forschungslandschaft ist nach Ansicht des Vereins [Rostock denkt 365°] ein dynamischer Wachstumsfaktor für die Region. So stiegt die Zahl der Arbeitsplätze in der Rostocker Wissenschaft in den letzten Jahren spürbar. Zum Beispiel durch den Ausbau des Leibniz-Instituts für Katalyseforschung, das inzwischen das größte seiner Art in ganz Europa ist. An der Universität Rostock mit all ihren Kliniken arbeiten allein 5.500 Menschen. Gerade hat die traditionsreiche Forschungseinrichtung dreistellige Millionenbeträge erhalten, um ihr Modernisierungsprogramm fortsetzen zu können. Davon profitiert nicht zuletzt die Bauwirtschaft.
Gestiegen sind aber auch die Arbeitsplatzzahlen in Firmen, die von Wissenschaftlern aus den einheimischen Forschungseinrichtungen gegründet wurden.
Die zahlreichen Neuansiedlungen von großen bzw. aufsteigenden Unternehmen in Rostock gehen zum Teil ebenfalls auf die Forschungslandschaft zurück. Nordex, Suzlon, Liebherr, Diehl Aerospace und andere global Player aus boomenden Branchen brauchen nämlich hoch qualifizierte Fachkräfte. Und die bieten vor allem die Forschungseinrichtungen. Zum Beispiel in den Ingenieurswissenschaften, aber auch im Bereich Biotechnologie, Logistik und Informatik. Erst die Akademiker ermöglichen es der einheimischen Wirtschaft, im Hochtechnologiebereich agieren zu können und mit Marktneuheiten erfolgreich zu sein.
Allein an der Universität Rostock sind derzeit 13.350 Studierende eingeschrieben. Zum bevorstehenden Wintersemester soll die Zahl auf 16.000 ansteigen. Die künftigen Wissenschaftler bieten nicht nur der einheimischen Wirtschaft neue Wachstumschancen. Sie lassen auch die Uni wachsen und bringen Umsatz und Ideen nach Rostock.
Schließlich beflügelt auch der rasche und direkte Transfer von Forschungsergebnissen in die einheimischen Unternehmen die Wirtschaft der Region. Längst haben alle Seiten erkannt, dass auf den globalisierten Märkten vor allem die Innovationskraft über den Erfolg entscheidet.
Die neue Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock soll diesen Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf ein neues Niveau heben. Und auch der Verein [Rostock denkt 365°] spielt bei der engen Vernetzung künftig eine zentrale Rolle. Das dokumentiert sich nicht zuletzt darin, dass der Dekan der INF unlängst Vorsitzende von [Rostock denkt 365°] wurde.
Offensichtlich profitiert zunehmend auch das Messe- und Tagungswesen von der Attraktivität der Rostocker Wissenschaft. StadtHalle und HanseMesse sowie zahlreichen Dienstleister von Hotels bis Catering freuen sich über eine steigende Zahl hochkarätiger wissenschaftlicher Kongresse. In den nächsten zwölf Monaten werden es so viele sein, wie nie zuvor.Die Kongressteilnehmer aus aller Welt bleiben meist mehrere Tage. Sie sorgen damit vor allem außerhalb der Tourismussaison für reichlich Wertschöpfung in der Hotellerie und bei vielen Dienstleistern. Und sie tragen überdies das Bild einer pulsierenden, modernen und klugen Stadt in alle Welt.
Bild: v.l.: Prof. Udo Kragl- Vorsitzender des Vereins "Rostock denkt 365° und Dr. Cornelius Hammer- Leiter des Fischereiinstituts weihten am Dienstag die 3. Wissensboje vor dem Institut für Ostseefischerei im Fischereihafen ein.
Betrachten Sie alle Fotos zu diesem Ereignis auf Pixoxo, unserer Bildergalerie für Rostock und die Welt!. Dort können Sie alle Bilder auch in digitaler Form kaufen, zur privaten und zur kommerziellen Nutzung.
|
|