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Seit 1989 leben im Zoo Schneeleoparden. Jetzt gibt es den ersten Nachwuchs. Die kleine Emba, die ihren Namen nach einem asiatischen Flusslauf bekommen hat, wurde im Mai geboren. Eine Virusinfektion machte die tägliche Behandlung des Jungtieres erforderlich, so dass die natürliche Aufzucht durch die Mutter leider nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der Zoo hat sich für eine Handaufzucht entschieden. Nachdem es im jungen Leben von Emba viele Schwierigkeiten zu überwinden galt, ist ihr Gesundheitszustand nun stabil. Zur Zeit lernt die Kleine ihre Artgenossen hinter den Kulissen der Schneeleopardenanlage kennen und wird mit etwas Glück bald mit ihnen zusammen im Freigehege zu sehen sein. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Damit die Besucher Emba schon jetzt kennen lernen können, wird sie mit ihrer Tierpflegerin die Anlage vorerst ohne ihre Artgenossen erkunden.
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Handaufzuchten sind sehr arbeitsintensiv und erfordern viel Aufmerksamkeit. Die Jungtiere sind während der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung ihres Immunsystems sehr empfänglich für Infektionen. Es besteht die Gefahr einer Fehlprägung der Tiere auf den Menschen als Sozialpartner. Die Ernährung der Welpen erfordert viel Fingerspitzengefühl und muss dem Alter der Tiere entsprechend angepasst werden. Während "Emba" zum Beginn der Handaufzucht bis zu 9 Mal täglich die Flasche bekam, ernährt sie sich inzwischen überwiegend von Fleisch. Schneeleoparden wiegen bei ihrer Geburt ca. 450 g. Inzwischen hat Emba ein Gewicht von 5450 g erreicht. Das entspricht ihrem Alter. Sie hat sich zu einem quirligen und neugierigen jungen Schneeleoparden entwickelt. Doch auch jetzt ist immer noch Vorsicht geboten, denn erst mit ca. einem halben Jahr kann man von einer erfolgreichen Aufzucht sprechen.
Das erste Schneeleopardenpaar kam aus dem schwedischen Zoo Eskiltuna nach Rostock. Leider warteten die Rostocker Zoomitarbeiter und Besucher vergebens auf Nachwuchs. Als nach dem Tod des Männchens 1996 ein junger Schneeleopard aus Krefeld nach Rostock kam, war Fuya, das weibliche Tier, bereits zu alt geworden, um noch erfolgreich zu züchten. Sie starb 2001. Durch Unterstützung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) kam im April 2001 die Katze Shila, die 2000 in Basel geboren wurde, in den Zoo. Die Hoffnung auf Nachwuchs erfüllte sich dennoch nicht. Eine Untersuchung ergab, dass der Kater nicht zeugungsfähig war. Seit 2006 lebt Kater Ischtvan mit der Schneeleopardin zusammen. Das Paar harmoniert sehr gut miteinander und so kann der Zoo stolz auf den ersten Nachwuchs sein.
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